Das letzte Treffen

Wir haben uns ein letztes Mal getroffen und hatten viel zu bereden. Es gab auch Pizza und wir hatten viel Spaß. Außerdem haben wir uns überlegt, dass jeder noch einmal sein Lieblingsbuch aus der Challenge empfiehlt. Hier ist einmal die Liste

John Morten: Ich empfehle den Schakal, weil es ein äußerst spannendes Buch ist und man nicht vorhersehen kann, was als nächstes passiert.

Feli: Die Tribute von Panem 2

P.P:

Babara:

 

Hier gibt es noch einmal eine Audio Datei von einem geführtem Gespräch:

Advertisements

Die Chroniken von Araluen 

Die Februar Challenge ist das Lesen eines Buches, bei welchem der Autor die gleichen Initialen hat wie ich als Leser. Ich habe „Die Chroniken von Araluen“ von John Flanagen gelesen-und zwar gleich die ersten drei Bände.

Die Bücher spielen in der Fantasywelt Araluen. Es geht um Will, einen Weisenjungen, der bei den mysteriösen Waldläufern in die Lehre geht und alles über ihr Handwerk lernt. Man muss sich die Waldläufer so ein bisschen wie einen Geheimdienst im Mittelalter vorstellen. Noch während er ein Lehrling ist, muss er im ersten Buch einen Anschlag auf den König vereiteln. Im zweiten Buch geht es dann um das Besiegen des bösen Morgoth, der das Königreich erobern will. Den dritten Band werde ich nicht näher beschreiben, weil es sonst den Inhalt des zweiten Bandes verrät.

Die Bücher sind nicht allzu dick und in einem angenehmen Sprachstil geschrieben. Mir haben sie alle drei gefallen und ich werde auch noch die weiteren Bücher in der Serie lesen. Alle Charaktere sind glaubhaft und interessant. Man muss aber sagen, dass sich das dritte Buch ein wenig in die Länge zieht und es kein Ende der Geschichte zu geben scheint. Ansonsten würde ich das Buch Leuten empfehlen, die gerne Lust auf ein wenig leichte Lektüre haben, welche mit interessanten und verschiedenen Charakteren besetzt ist.

~John Morten 

Kordons vertane Chance

„Der einarmige Boxer“ von Klaus Kordon hat alles, was ein Jugendroman so braucht: junge Helden mit Problemen (Feri, 17, ist schwanger von Milan, 18), Stress mit den Eltern („Bin doch keine sieben mehr, sondern siebzehn!“), und auch sonst allerlei Widrigkeiten, die die Charaktere interessant machen sollen, deren Persönlichkeiten allein einfach zu flach wäre (Milans Mutter ist Alkoholikerin, der Vater im Knast, er selbst hat bei einem Unfall einen Arm verloren).

Abgesehen von der dramatischen Situation bietet der Roman jedoch leider wenig Tiefe. Die Hauptfiguren sind oberflächlich und viel zu sehr Stereotyp „jugendlich“, es findet keinerlei personelle Entwicklung statt und das Ende ist sowieso von Anfang an klar. Das beleuchtete Problem ist ein ernstes Thema. Ein Thema, das einen mitfühlend und grübelnd zurücklassen sollte und nicht zufrieden mit Feris Glück. Wieso traut sich der vielgelobte Autor Kordon nicht wenigstens, auf ein solch bedingungsloses Happy End zu verzichten? Sind wir jungen Menschen nicht fähig, mit einem Schicksalsschlag als Schluss fertig zu werden?

Und überhaupt: Warum denken erwachsene Autoren immer, sie würden nur authentisch jugendliche Dialoge kreieren können, indem sie in ihren simplen, parataktischen Sätzen sämtliche Personalpronomina unterschlagen? Glauben die, wir reden wirklich so? „Kann heute Abend nichts essen. […] Bin noch satt vom Eis. Will lieber ein bisschen spazieren gehen. Ist so schön am See.“ Okay, wir haben es verstanden!

Insgesamt bleibt der Einblick in das schwierige Thema Schwangerschaft während der Adoleszenz viel zu seicht. Es wirkt, als sei das Einzige, womit junge betroffene Frauen in solch einer Situation zu kämpfen hätten, die Diskussion mit Eltern und Freunden (die letztendlich natürlich doch hinter ihnen stehen). „Der einarmige Boxer“ verrät uns nichts über Selbstzweifel, fehlende Lebenserfahrung oder missgünstige Blicke. Und genau das wäre wichtig gewesen, um sich als Unbetroffene/r in Menschen mit diesem Schicksal hineinversetzen zu können. Pluspunkte gibt es für das mutige Thema, ansonsten lässt der Roman jedoch zu wünschen übrig.

Kat

Erwartungen und die Folgen

Mir wurde das Buch „Eisige Schwestern“, geschrieben von S. K. Tremayne, von einem Mann in einem Büchergeschäft empfohlen. Ich war am Bahnhof und hatte genug Wartezeit, um mich in einem kleinem Büchergeschäft durchzugucken. Nach kurzer Zeit war ein Schichtwechsel und ein Mann (noch mit Kopfbedeckung, da es kalt war) kam an. Ich nutzte also die Gelegenheit und fragte nach einer Empfehlung. Ich sollte mein Lieblingsgenre sagen und mir wurde dieses Buch empfohlen. Es wurde mir gesagt, dass dieses Buch sehr spannend ist und man sich gut reinfühlen kann.

Als ich das Buch aber gelesen habe, fehlte mir dann doch etwas. Ich hatte wirklich viel erwartet und dass ich es vor Spannung kaum weglegen kann. Letztendlich hatte sich das Lesen doch in die Länge gezogen und das Miterleben war auch nicht so präsent, wie erwartet.

Durch eine Empfehlung hat man doch schon eine höhere Erwartung und wird schneller enttäuscht, als wenn man ‚ahnungslos‘ ein Buch liest. Ohne die Vorkenntnis aus fremdem Munde hätte mir das Buch vielleicht doch mehr gefallen, als jetzt, da mir gewisse Sachen fehlten.

Ich würde trotzdem sagen, dass man das Buch lesen kann, obwohl es an manchen Stellen doch sehr ungewöhnlich und unglaubwürdig ist, da nur an das Eine gedacht wird. Mir gefällt das Buch trotzdem, da man das Ende nicht vorraussehen kann und wenigstens das Interesse an die Enthüllung bis zum Ende hinhält und diese wirklich auch überrascht.
~Feli

Das Glasperlenspiel

Nein, no, njet, non, veto, meiyou, nej, net, ochi, ikke

Lest dieses Buch nicht! Ich empfehle es nicht! 

Es geht um Josef Knecht, einen Studenten und später der Glasperlenspielmeister. Fragt nicht, was das Glasperlenspiel ist, ich habe keine Ahnung. Das Buch wurde von Hermann Hesse geschrieben, 1943 veröffentlicht und beschreibt Knechts Werdegang und Leben. 

Das Buch verrutscht meiner Meinung nach so ins kulturell Intellektuelle, dass es keinen Spaß macht, es zu lesen. Es wird auch nicht genannt, was das Glasperspiel ist, was zwar Sinn ergibt, aber im Zusammenhang mit dem Buch sehr frustierend ist. Die Schreibweise von Hermann Hesse ist sehr komplex und hat überaus viele Kommata und Nebensätze.

Lest es einfach nicht.

~John Morten 

P. S. Ich habe es nicht zuende gelesen. Nur bis Seite 110. 

Die Kleptomanin

Eine super Empfehlung!

Autorin: Agatha Christie

Erscheinungsjahr: 1955

Ermittler: Hercule Poirot

Erscheinungsland: Vereinigtes Königreich 

Genres: Fiktion, Krimi, Suspense, Mystery

Handlung: Hercule Poirot, ein belgischer Detektiv, der in England lebt, gerät an seinen nächsten spannenden Fall. Im Studentenwohnheim, das die Schwester seiner Sekretärin betreut, gehen seltsame Dinge vor sich. Dinge verschwinden, die offensichtlich in keinem Zusammenhang zueinander stehen. Steckt hier ein genialer Kopf hinter oder handelt es sich letztendlich doch nur um eine Aneinanderreihung purer Zufälle?

Mein Feedback: Ich habe das Buch verschlungen! Ein wahnsinnig spannender Krimi, der bis zum Schluss nichts über den Täter verrät und die Spannung so aufrechterhält. Absolut empfehlenswert und auch für sonst eher Nichtlesebegeisterte ein Grund den Büchern wieder eine Chance zu geben.

~Philine Plachta

Februar Challenge 

In diesem Monat haben wir uns etwas besonderes vorgenommen. Ein Buch von einem Autor, der die selben Initialen hat wie du selbst. So ein Buch zu finden, dass einen dann auch noch anspricht, ist gar nicht so einfach. Aber wir wären ja nicht bei der Reading Challenge, wenn wir diese Herausforderung nicht mit Freude annehmen würden.

Gedanken an Berlin

Für die Dezember-Challenge suchte ich mir das Buch „Der Mercedes-Killer“ von Stephen King aus. Ohne Frage ein spannendes Buch, ganz im Stil von Kings Horrorvorstellungen und unter normalen Umständen auf jeden Fall empfehlenswert, und doch ist jetzt der falsche Zeitpunkt dafür. Thema ist nämlich der Mord an einer Vielzahl von Menschen, umgekommen durch einen in eine Menschenmenge hinein fahrenden Wagen.

Als mich am 19. Dezember die Eilmeldung erreichte, ein Attentäter sei mit einem Lastwagen in den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz gerast, lief es mir kalt den Rücken hinunter.

Als gebürtige Berlinerin kenne ich den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche gut; gerade zwei Wochen vor dem Anschlag war ich das letzte Mal selbst dort gewesen, an einem besinnlichen Ort, der Vorfreude auf das kommende Fest verbreitete. Dass genau dort nun Menschen umgekommen sind, kann ich immer noch kaum fassen und es erschüttert mich schwer. Ich begreife nicht, wie Menschen zu solch einer Tat fähig sein können. Wie tief muss der Hass verankert sein, wie groß die Menschenverachtung, wie klein das Selbstwertgefühl…

Dass so viele Menschen auf der Erde das Weihnachtsfest in Trauer verbringen müssen, trifft mich hart und manchmal wünschte ich, ich könnte ganz allein eine neue Weltordnung aufstellen. Eine Weltordnung, deren Grundsteine Toleranz, Offenheit und Akzeptanz heißen. Man muss nicht mit Jedem befreundet sein, aber man sollte doch versuchen, jeden Einzelnen zu tolerieren. Vielleicht bin ich schlichtweg zu idealistisch, aber ich kann einfach nicht daran glauben, dass der Mensch von Natur aus schlecht, egoistisch und brutal ist.

Nelson Mandela hat einmal gesagt: „Niemand wird geboren, um einen anderen Menschen zu hassen. Menschen müssen zu hassen lernen und wenn sie zu hassen lernen können, dann kann Ihnen auch gelehrt werden zu lieben, denn Liebe empfindet das menschliche Herz viel natürlicher als ihr Gegenteil.“ Wie sehr hoffe ich, dass er recht hatte. Und noch mehr hoffe ich, dass die Menschheit sich eines Tages dazu entschließt, nur noch nach den Grundsätzen der Liebe zu leben. Schließlich wäre es so einfach, keinen Unterschied mehr zu machen zwischen Geschlecht, Hautfarbe, Religion oder Kultur. Wer kann, wage also den Schritt, weg von der Egozentrik und hin zur Kooperation! Wer weiß, vielleicht bringt uns das Jahr 2017 bereits einen Anfang…

Kat

Reading Challenge

6 Monate    6 Bücher    6 Aufgaben  12 Jugendliche

wp-1479141005910.jpg

Wir haben uns vorgenommen, 6 Bücher in 6 Monaten zu lesen. Diese müssen bestimmte Kriterien erfüllen. Nach dem Lesen erstellen wir zu verschiedenen Büchern Blogbeiträge und werden über unsere Erfahrungen berichten. Die verschiedenen Kategorien sind:

Oktober: Ein Buch an einem Tag

November: Ein verfilmtes Buch

Dezember: Ein Buch über 500 Seiten

Januar: Ein Buch, welches von einem Fremden mit Hut empfohlen wurde

Februar: Der Autor hat deine Initialen

März: Das Buch hat einen Charakter mit deinem Namen

Inzwischen haben wir schon eine Menge Bücher gelesen und beschrieben. Hier der Link zu unserem Blog: Eckreader.

Im März wird es noch eine Abschlussveranstaltung geben, auf der wir unsere Ergebnisse präsentieren. Details dazu folgen.