Das letzte Treffen

Wir haben uns ein letztes Mal getroffen und hatten viel zu bereden. Es gab auch Pizza und wir hatten viel Spaß. Außerdem haben wir uns überlegt, dass jeder noch einmal sein Lieblingsbuch aus der Challenge empfiehlt. Hier ist einmal die Liste

John Morten: Ich empfehle den Schakal, weil es ein äußerst spannendes Buch ist und man nicht vorhersehen kann, was als nächstes passiert.

Feli: Die Tribute von Panem 2

P.P:

Babara:

 

Hier gibt es noch einmal eine Audio Datei von einem geführtem Gespräch:

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Kordons vertane Chance

„Der einarmige Boxer“ von Klaus Kordon hat alles, was ein Jugendroman so braucht: junge Helden mit Problemen (Feri, 17, ist schwanger von Milan, 18), Stress mit den Eltern („Bin doch keine sieben mehr, sondern siebzehn!“), und auch sonst allerlei Widrigkeiten, die die Charaktere interessant machen sollen, deren Persönlichkeiten allein einfach zu flach wäre (Milans Mutter ist Alkoholikerin, der Vater im Knast, er selbst hat bei einem Unfall einen Arm verloren).

Abgesehen von der dramatischen Situation bietet der Roman jedoch leider wenig Tiefe. Die Hauptfiguren sind oberflächlich und viel zu sehr Stereotyp „jugendlich“, es findet keinerlei personelle Entwicklung statt und das Ende ist sowieso von Anfang an klar. Das beleuchtete Problem ist ein ernstes Thema. Ein Thema, das einen mitfühlend und grübelnd zurücklassen sollte und nicht zufrieden mit Feris Glück. Wieso traut sich der vielgelobte Autor Kordon nicht wenigstens, auf ein solch bedingungsloses Happy End zu verzichten? Sind wir jungen Menschen nicht fähig, mit einem Schicksalsschlag als Schluss fertig zu werden?

Und überhaupt: Warum denken erwachsene Autoren immer, sie würden nur authentisch jugendliche Dialoge kreieren können, indem sie in ihren simplen, parataktischen Sätzen sämtliche Personalpronomina unterschlagen? Glauben die, wir reden wirklich so? „Kann heute Abend nichts essen. […] Bin noch satt vom Eis. Will lieber ein bisschen spazieren gehen. Ist so schön am See.“ Okay, wir haben es verstanden!

Insgesamt bleibt der Einblick in das schwierige Thema Schwangerschaft während der Adoleszenz viel zu seicht. Es wirkt, als sei das Einzige, womit junge betroffene Frauen in solch einer Situation zu kämpfen hätten, die Diskussion mit Eltern und Freunden (die letztendlich natürlich doch hinter ihnen stehen). „Der einarmige Boxer“ verrät uns nichts über Selbstzweifel, fehlende Lebenserfahrung oder missgünstige Blicke. Und genau das wäre wichtig gewesen, um sich als Unbetroffene/r in Menschen mit diesem Schicksal hineinversetzen zu können. Pluspunkte gibt es für das mutige Thema, ansonsten lässt der Roman jedoch zu wünschen übrig.

Kat

Februar Challenge 

In diesem Monat haben wir uns etwas besonderes vorgenommen. Ein Buch von einem Autor, der die selben Initialen hat wie du selbst. So ein Buch zu finden, dass einen dann auch noch anspricht, ist gar nicht so einfach. Aber wir wären ja nicht bei der Reading Challenge, wenn wir diese Herausforderung nicht mit Freude annehmen würden.

Gedanken an Berlin

Für die Dezember-Challenge suchte ich mir das Buch „Der Mercedes-Killer“ von Stephen King aus. Ohne Frage ein spannendes Buch, ganz im Stil von Kings Horrorvorstellungen und unter normalen Umständen auf jeden Fall empfehlenswert, und doch ist jetzt der falsche Zeitpunkt dafür. Thema ist nämlich der Mord an einer Vielzahl von Menschen, umgekommen durch einen in eine Menschenmenge hinein fahrenden Wagen.

Als mich am 19. Dezember die Eilmeldung erreichte, ein Attentäter sei mit einem Lastwagen in den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz gerast, lief es mir kalt den Rücken hinunter.

Als gebürtige Berlinerin kenne ich den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche gut; gerade zwei Wochen vor dem Anschlag war ich das letzte Mal selbst dort gewesen, an einem besinnlichen Ort, der Vorfreude auf das kommende Fest verbreitete. Dass genau dort nun Menschen umgekommen sind, kann ich immer noch kaum fassen und es erschüttert mich schwer. Ich begreife nicht, wie Menschen zu solch einer Tat fähig sein können. Wie tief muss der Hass verankert sein, wie groß die Menschenverachtung, wie klein das Selbstwertgefühl…

Dass so viele Menschen auf der Erde das Weihnachtsfest in Trauer verbringen müssen, trifft mich hart und manchmal wünschte ich, ich könnte ganz allein eine neue Weltordnung aufstellen. Eine Weltordnung, deren Grundsteine Toleranz, Offenheit und Akzeptanz heißen. Man muss nicht mit Jedem befreundet sein, aber man sollte doch versuchen, jeden Einzelnen zu tolerieren. Vielleicht bin ich schlichtweg zu idealistisch, aber ich kann einfach nicht daran glauben, dass der Mensch von Natur aus schlecht, egoistisch und brutal ist.

Nelson Mandela hat einmal gesagt: „Niemand wird geboren, um einen anderen Menschen zu hassen. Menschen müssen zu hassen lernen und wenn sie zu hassen lernen können, dann kann Ihnen auch gelehrt werden zu lieben, denn Liebe empfindet das menschliche Herz viel natürlicher als ihr Gegenteil.“ Wie sehr hoffe ich, dass er recht hatte. Und noch mehr hoffe ich, dass die Menschheit sich eines Tages dazu entschließt, nur noch nach den Grundsätzen der Liebe zu leben. Schließlich wäre es so einfach, keinen Unterschied mehr zu machen zwischen Geschlecht, Hautfarbe, Religion oder Kultur. Wer kann, wage also den Schritt, weg von der Egozentrik und hin zur Kooperation! Wer weiß, vielleicht bringt uns das Jahr 2017 bereits einen Anfang…

Kat

Reading Challenge

6 Monate    6 Bücher    6 Aufgaben  12 Jugendliche

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Wir haben uns vorgenommen, 6 Bücher in 6 Monaten zu lesen. Diese müssen bestimmte Kriterien erfüllen. Nach dem Lesen erstellen wir zu verschiedenen Büchern Blogbeiträge und werden über unsere Erfahrungen berichten. Die verschiedenen Kategorien sind:

Oktober: Ein Buch an einem Tag

November: Ein verfilmtes Buch

Dezember: Ein Buch über 500 Seiten

Januar: Ein Buch, welches von einem Fremden mit Hut empfohlen wurde

Februar: Der Autor hat deine Initialen

März: Das Buch hat einen Charakter mit deinem Namen

Inzwischen haben wir schon eine Menge Bücher gelesen und beschrieben. Hier der Link zu unserem Blog: Eckreader.

Im März wird es noch eine Abschlussveranstaltung geben, auf der wir unsere Ergebnisse präsentieren. Details dazu folgen.

Januar Challenge – eine fremde Person mit Hut und eine Frage

,,Können Sie mir ein Buch empfehlen, welches Sie selbst als interessant zu lesen empfanden?“

Wir haben uns zu dritt an einem Nachmittag auf den Weg in die Innenstadt gemacht, um Passanten nach einer guten Buchempfehlung für unsere diesmonatige Challenge zu fragen.

Wir stellten uns und unsere Challenge vor und erklärten, warum wir die Person ausgewählt haben. In neunzig Prozent, der von uns Befragten Fälle/Personen stießen wir auf nette Leute, die uns eine, wie sich später herausstellte, entweder unglaublich gute oder sehr schlechte Empfehlung gaben.

Der Name der Rose

Ich lese ein Buch von 500 Seiten normalerweise so in ein, zwei Tagen durch, dies war bei der Name der Rose nicht der Fall. Ich habe nämlich über 20 Tage gebraucht, um es zu lesen. Das Buch wurde vom Historiker und Semiotiker Umberto Eco geschrieben und spielt im 14. Jahrhundert. 

Eco hat die kirchlichen Konflikte der damaligen Zeit genommen und um diese herum einen spannenden Kriminalroman gesponnnen. Das Buch ist nur etwas anstrengend zu lesen, weil alle Details aus der damaligen Zeit benutzt wurden und die Gespräche gerne sehr abstrakt geführt werden. Es wird die ganze Zeit über die Armut Christi gesprochen, etwas was für den Fall nicht sehr wichtig ist. 

Nun zur Geschichte: Der Franziskanermönch William von Baskerville und sein Adlantus Adson von Melk kommen in eine reiche Abtei in Italien. Dort sind bereits zwei Tode vorgefallen und William wird gebeten diese zu investigieren. Er hat früher einmal als Inquisitor gearbeitet. Nach ein wenig Recherche merken die beiden, dass alles mit der Bibliothek zu tun hat. Die Bibliothek ist der größte Schatz der Abtei. In dieser gibt es viele Bücher, so auch verbotene. In der Nacht zum nächsten Tag geschieht ein weiterer Mord und die beiden merken, dass alles mit einem verbotenen Buch zu hat, welches alle jagen…

~John Morten

After passion, truth, love, forever 

Zitat aus „After forever“ ,Seite 512 .

„Es geht um meine Reise, nachdem ich Dich getroffen habe“

Vier Bände, alle mindestens 500 Seiten lang, erzählen von Tessas und Hardins Geschichte.

After pession: Tessa ist jung, attraktiv und klug, sie ist ein good girl.

Hardin ist ein Draufgägnger, unverschämt und unberechenbar, er ist ganz klar ein bad guy. 

Diese beiden treffen gleich an Tessas erstem Tag auf der  Washingtons Stadt University aufeinander. Und beide werden nie wieder so sein wie sie waren bevor sie sich getroffen haben. Tessa muss sich einfach in ihn verlieben.

After truth: Tessa hat die Wahrheit über  Hardin herausgefunden. Und es hat sie zerrissen, sie will ihr altes Leben zurück, das Leben vor Hardin, doch ist die Erinnerung und das Verlangen nach seiner leidenschaftlichen Liebe zu groß. Und sie weiß, dass Hardin sie niemals aufgeben wird, doch kann er sich wirklich für sie ändern?

After love: Gerade als Tessa eine lebenswichtige Entscheidung treffen muss, taucht die  Vergangenheit und damit auch das Familiengeheimnis auf. Als Hardin erfährt, dass sie ihm etwas verheimlicht, tobt er anstatt zu vertrauen und der Kreislauf von Zorn, Eifersucht und Verschmelzung wird immer zerstörender. Doch noch nie hatten beide solche starken Gefühle der Liebe gefühlt. Doch reicht Liebe alleine aus …..? 

After forever:  Der Bann zwischen Tessa und Hardin wird immer stärker mit jedem Streit und Problem, das sie zusammen überwinden. Tessa ist nicht mehr das süße good girl, und Hardin nicht mehr der unberechenbare bad guy, in den sie sich hemungslos verliebt hatte, sie versteht jetzt die gequälte und verletzte Seite seiner Seele und sie weiß, dass nur sie ihn beruhigen kann. Er braucht sie und sie braucht ihn. Bis die Vergangenheit sie wieder einholt und Tessa klar wird, dass nur sie ihn retten kann.

Autorin: Anna Todd

Mir haben die Bücher sehr gefallen, ich habe für ein Buch höchstens eine Woche bis ein einhalb Tage gebraucht. Das letzte, after forever,  habe ich für die Dezember-Challenge, lese ein Buch über 500 Seiten , gelesen .

Habt ihr die Bücher schon gelesen ? Und wie lange habe ihr zum Durchlesen gebraucht?

Lexlie 


Nerve – Das Spiel ist aus, wenn wir es sagen

Im Internet ist ein neues illegales Spiel aufgetaucht und ist prompt in aller Munde. Die Teilnehmer des sogenannten Nerve müssen gefährliche Challenge meistern, während Ihnen mehrere Millionen Menschen zugucken. Eigentlich nicht sehr ansprechend für die schüchterne Vee. Doch neben verlockenden Preisen reizt sie vor allem, selber einmal im Mittelpunkt zu stehen. Kaum hat Vee sich als Spielerin bei Nerve angemeldet und ihre erste Challenge bestanden, wird ihr der gutaussehende Ian als Spielpartner zugeteilt. Von da an meistern Ian und Vee gemeinsam die immer gefährlicher werdenden Challenges und werden bald zur Internetsensation. Doch Nerve hat seine eigenen Regeln und wer nicht nach ihnen spielt, verliert…….
Der Roman von Jeanne Ryan hat mir sehr gut gefallen und ich würde ihn jederzeit weiterempfehlen. Der Schriftstil ist sehr ansprechend und das Buch hat eine tolle Geschichte.

Barbara

Wir werden berühmt!

Naja, jedenfalls kommen wir in die Zeitung! Bei unserem vorerst letztem Workshop in diesem Jahr, besuchten uns nämlich zwei Reporter. Sie stellten uns Fragen über die Reading Challenge, über unsere Workshops, wieso, weshalb, warum und mehr. Freundlich unterhielten wir uns mit ihnen. Danach war das große ‚Photoshooting‘. Wir stellten eine Situation unserer gemeinsamen kreativen Arbeit nach und wurden dann fotografiert.

Für die Anwesenden war dies eine sehr erfreuliche Erfahrung gewesen und wir freuen uns schon bald den Artikel in der Zeitung lesen!foto223033289_124513

~Feli